Glück

Regeln für das Glücklichsein

Glück ist schön, macht aber viel Arbeit.

Die erste Regel heißt: Aktivität!
Geistiger Stillstand macht schlechte Laune. Wer seinen Geist nicht beschäftigt, sorgt dafür, dass er schrumpft; ein Prozess, der gewöhnlich mit Gefühlen der Unlust einhergeht. Antriebslosigkeit mündet daher sehr schnell in Depressionen. Wir müssen nicht pausenlos aktiv sein, aber allzu viel abzuhängen ist dem Glück nicht eben förderlich. Interessen steigern die Lebensfreude. Abwechslung und Neues können Quellen des Glücks sein.

Die zweite Regel heißt: Sozial leben! Soziale Bindungen sind eine dauerhafte Glücksquelle. Freundschaft, Partnerschaft und Familie können einen Rahmen schaffen, in dem wir uns aufgehoben fühlen. Etwas gemeinsam zu erleben, mit dem Partner, einem Freund oder mit Kindern, steigert das Glückserlebnis.

Die dritte Regel heißt: Konzentration! Ausgewählte und konzentrierte Genüsse steigen die Lebensfreude. ? Je intensiver man sich auf jemand einlässt, umso tiefer sind Gefühl und Mitgefühl. ? Koste deine Bewusstseinzustände aus, zumindest die, die dir gut tun. Zuweilen an die Zukunft zu denken, mag sinnvoll sein, fortwährend an die Zukunft zu denken, raubt den Moment.

Die vierte Regel heißt: Realistische Erwartungen! ? Häufige Fehler sind, sich zu überfordern, aber auch sich zu unterfordern. Beides führt zur Unzufriedenheit. Der Mangel an Elan führt möglicherweise wieder dazu, sich zu unterfordern, ein Teufelskreis.

Die fünfte Regel heißt: Gute Gedanken! Sie ist die vielleicht wichtigste Regel überhaupt. Glücksgefühle ? sind kein Zufall, sondern eine Folge der «richtigen» Gedanken und Gefühle. ? ?Tue so, als ob du glücklich wärst, und du wirst es sein.? ? Leichter gesagt, als es ist. Verweile ich im Buch meines Lebens lieber bei den schönen Passagen oder bei den traurigen und langweiligen? Manchen Menschen gelingt es, dem Leben vor allem das Gute abzugewinnen, bei anderen ist es umgekehrt. Ein möglicher Zugang dazu könnte darin liegen, sich die Rolle des Verstandes bei der Beurteilung der eigenen Gefühle bewusst zu machen. Warum halte ich mich so lange mit dem Negativen auf und verbeiße mich darin? Gewiss steht es mir nicht frei, die Dinge negativ oder positiv zu empfinden, aber wie ich meine Empfindungen bewerte ? an diesem Punkt habe ich doch eingewisses Maß an Freiheit. Eine Freiheit, die ich trainieren kann. … Lache über dich selbst. Vermeide bestimmte Unlustquellen. Eine der häufigsten ist der Vergleich. Hier gilt immer und überall: Wer vergleicht, verliert! Ich sehe nicht so gut aus, wie das Model in der Zeitschrift. Ich habe nicht das Einkommen meines erfolgreichen Nachbarn. Ich bin nicht so witzig, wie viele andere. Oder besonders makaber: Ich bin nicht so glücklich, wie meine Geschwister. Solange Sie das denken, werden Sie es auch nicht werden.

Ein sechster Punkt ist, die Suche nach dem Glück nicht zu übertreiben. Gelassener mit dem Unglück umzugehen ist eine große Kunst. In vielem ? nicht in allem ? Unglück liegt auch etwas Gutes. ? Manche Krisen führen zu besseren Neuanfängen. ? Manche Menschen mit fürchterlichen Leiden sagen, dass sie seit ihrer Erkrankung intensiver leben. Krisen, Schwierigkeiten und Schicksalsschläge können auch heilsam sein. Mit Umständen zu hadern, an denen sich nichts ändern lässt, ist eine verbreitete Passion. Der Glückspsychologe droht mit dem Zeigefinger.

Der siebte Punkt schließlich ist die Freude durch Arbeit. ? Arbeit ist etwas, das uns zwingt, aktiv zu sein. ? Wer nicht arbeitet, fühlt sich leicht nutzlos und schlaff. Arbeit ist die beste Psychotherapie.