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10 Tipps für eine erfolglose Homepage
Wie Sie als Unternehmen garantiert keinen Nutzen aus dem Internet ziehen

Auch viele kleine Unternehmen haben inzwischen eine eigene Homepage im Internet. Wenn Sie sichergehen wollen, dass diese Seite erfolglos bleibt, habe ich hier 10 starke Tipps für Sie:

1. Auch wenn Sie sonst nur Experten vertrauen: Hier auf keinen Fall! Lassen Sie die Seite von einem Familienmitglied oder besser noch von einem Familienmitglied eines Mitarbeiters gestalten. Dann ist die Chance am größten, dass die grundlegenden Bedingungen für eine ansprechende Optik und eine gelungene Benutzerführung nicht vorhanden sind. Der Nutzer wird sich später nicht zurechtfinden und schnell wegklicken.

2. Sorgen Sie dafür, dass möglichst viele, möglichst große Bilder auf die Seite kommen, damit sie sich langsam lädt und der Nutzer wegklickt, bevor (!) er überhaupt eine Zeile Text gelesen hat. Lassen Sie unbedingt Laufschriften, drehende Schriftzüge und sich bewegende Bilder einbauen. Toll sind auch so Sachen, die von außerhalb des Bildschirms auf die Seite geflogen kommen oder so Sachen, die plötzlich am Mauszeiger dranhängen. Das lenkt vom Inhalt der Seite ab, wirkt schön unprofessionell, erhöht weiter die Ladezeit und im Idealfall kann der potenzielle Kunde die Seite dann gar nicht sehen, weil er einen anderen Computer als Sie hat.

3. Besorgen Sie sich keine eigene Internetadresse, sondern legen Sie Ihre Seite z.B. einfach bei T-Online ab. Da bekommen Sie eine wunderbar lange und komplizierte Adresse, die sich kaum jemand merken kann. Wenn Sie sich doch eine eigene Adresse kaufen wollen, sorgen Sie dafür, dass Sie möglichst lang ist, viele Bindestriche enthält und auf ganz viele verschiedene Arten geschrieben werden kann. Oder suchen Sie sich wahlweise eine möglichst schlecht zu merkende Abkürzung. Ganz wichtig: Die Adresse generell gut verheimlichen, z.B. auf Visitenkarten oder in Anzeigen auf gar keinen Fall nennen.

4. Registrieren Sie Ihre Adresse unbedingt über einen kostenlosen Anbieter. Dann gehört Ihnen die Adresse im Idealfall gar nicht. Fragen Sie niemals, was "Admin-C" heißen soll. Schließlich bekommen Sie oftmals gratis ein Werbefenster dazu, das bei jedem Aufruf Ihrer Seite aufspringt. Bestehen Sie darauf!

5. Legen Sie die Seite bei einer Firma ab, der schon Millionen vor Ihnen vertraut haben und die das für wenige Cent im Monat oder vielleicht sogar kostenlos macht. Eventuell bekommen Sie dann sogar noch ein weiteres Werbefenster (s. 4.) gratis dazu! Manchmal sorgen diese Anbieter auch dafür, dass Ihre Seite stundenlang nicht erreichbar ist. Ideal, um nicht entdeckt zu werden!

6. Kümmern Sie sich niemals um Suchmaschinen oder "Meta-Tags". Bringen Sie nicht in Erfahrung, was "Meta-Tags" sind und wie diese dafür sorgen, dass Sie in einer Suchmaschine gefunden werden. Investieren Sie generell gar nichts in Werbung für Ihre Seite.

7. Bestehen Sie darauf, dass Ihre Seite keinen Titel bekommt , der oben in der Titelleiste des Browserfensters erscheint. Dort könnte zum Beispiel "Neue Seite 1" oder "Kein Titel" stehen. Sie könnten andernfalls in einer Suchmaschine auf einer oberen Position gelistet werden.

8. Wenn Ihre Seite im Netz ist, aktualisieren Sie sie nie wieder. Achten Sie von Anfang an darauf, dass es niemanden in Ihrer Firma gibt, der sich darum kümmern soll. Bestehen Sie darauf, keine Hilfsmittel an die Hand zu bekommen, mit denen Sie oder Ihre Mitarbeiter ohne Spezialkenntnisse die Inhalte ändern können.

9. Stellen Sie Ihre Seite halbfertig online und achten Sie darauf, dass viele Baustellen-Schilder zu sehen sind. Extra-Tipp: Nennen Sie dort einen Termin, ab wann diese Baustellen behoben sind und lassen Sie diesen Termin einfach verstreichen. Schon ein halbes Jahr später entfaltet das seine ganze Wirkung.

10. Sorgen Sie dafür, dass die Nutzer Ihrer Seite nur unbequem oder bestenfalls gar nicht mit Ihnen in Kontakt treten können. Bauen Sie kein Kontaktformular ein und verheimlichen Sie um jeden Preis Ihre Mail-Adresse. Sollte sich doch ein Kunde per Mail melden, ignorieren Sie die Anfrage einfach. Schauen Sie generell höchstens einmal pro Woche nach, ob neue Mails angekommen sind, am besten gar nicht. Am Ende bekommen Sie sonst doch noch ein schlechtes Gewissen ...

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